Fenstertausch im Bestand
Fenster austauschen,
während das Haus bewohnt bleibt.
Der Austausch im bewohnten Zustand ist der Normalfall, nicht die Ausnahme. Dieser Artikel beschreibt, wie raumweise gearbeitet wird, was Sie vorbereiten können und an welchen Stellen es tatsächlich unangenehm wird.
Arbeitsweise
raumweise, nicht das ganze Haus gleichzeitig geöffnet
Ihre Vorbereitung
Bereich vor den Fenstern frei räumen
Kritischer Moment
der Ausbau, weil erst dann der alte Anschluss sichtbar wird
Nach dem Einbau
Innenanschluss braucht je nach Ausführung noch Zeit
Direkte Antwort
Muss ich für neue Fenster ausziehen?
Nein. Gearbeitet wird raumweise, und kein Raum steht dabei länger offen als nötig.
Ein Fenster wird ausgebaut und das neue am selben Tag eingebaut und angeschlossen. Offen bleibt die Öffnung nur für die Zeit dazwischen, nicht über Nacht.
Unangenehm sind vor allem Staub beim Ausbau und die Tatsache, dass der Bereich vor dem Fenster frei sein muss. Beides lässt sich planen, wenn man vorher darüber spricht.
Ablauf im Raum
Was in einem Raum tatsächlich passiert.
Die Reihenfolge ist immer dieselbe. Wie lange sie dauert, hängt an Größe, Zugänglichkeit und am Zustand der Laibung.
Abdecken
Boden, Wege und die Möbel im Arbeitsbereich werden abgedeckt. Je weniger im Raum steht, desto weniger muss abgedeckt werden.
Ausbauen
Der alte Flügel kommt heraus, dann der Rahmen. Hier entsteht der meiste Staub, weil alte Befestigungen und Putzkanten gelöst werden.
Freilegen und prüfen
Der Anschluss wird freigelegt und der Untergrund beurteilt. Erst jetzt ist sichtbar, wie das alte Element eingebaut war.
Einsetzen und ausrichten
Das neue Element wird ausgerichtet, geklotzt und befestigt. Ab diesem Punkt ist die Öffnung wieder geschlossen.
Fuge aufbauen
Innen luftdicht, in der Mitte gedämmt, außen schlagregendicht. Diese Reihenfolge ist nicht verhandelbar.
Verleisten und einstellen
Der Anschluss wird geschlossen, die Beschläge werden eingestellt und die Funktion wird geprüft.
Was Sie vorbereiten
Fünf Dinge, die den Tag deutlich angenehmer machen.
Nichts davon ist Pflicht. Alles davon spart Zeit und Ärger.
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01
Bereich vor dem Fenster frei räumen
Etwa zwei Meter Tiefe reichen meist. Was dort steht, muss sonst von uns bewegt werden, und das kostet Zeit und erhöht das Risiko für Ihre Sachen.
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02
Gardinen, Rollos und Deko abnehmen
Sie sind im Weg und werden staubig. Schienen und Halterungen können hängen bleiben, sofern sie nicht am Fensterrahmen selbst befestigt sind.
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03
Empfindliche Möbel und Elektronik abdecken oder rausstellen
Wir decken ab, aber feiner Staub verteilt sich trotzdem im Raum. Was Ihnen wichtig ist, steht am besten woanders.
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04
Haustiere in einem anderen Raum unterbringen
Offene Öffnungen und offene Türen sind für Katzen und Vögel ein echtes Risiko, und für alle Beteiligten eine Sorge weniger.
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05
Zugang und Parkmöglichkeit klären
Elemente sind sperrig und schwer. Ein kurzer Weg vom Fahrzeug zur Wohnung ist der unauffälligste Zeitgewinn des ganzen Tages.
Einbaubezug
Was beim Ausbau zum Vorschein kommen kann.
Vor dem Ausbau ist der alte Anschluss nicht einsehbar. Deshalb steht im Angebot eine Annahme, und deshalb sprechen wir vorher darüber, was passiert, wenn diese Annahme nicht zutrifft.
Das ist kein Kleingedrucktes, sondern die ehrlichste Aussage, die vor dem ersten Handgriff möglich ist. Wir zeigen Ihnen, was wir finden, und besprechen die Lösung, bevor wir weiterarbeiten.
- 01beschädigte Laibung loser oder feuchter Putz muss weg, bevor eine Abdichtung darauf halten kann
- 02unerwarteter Untergrund Lochstein statt Vollstein oder eine Dämmebene verlangen ein anderes Befestigungsmittel
- 03alter Rollladenkasten häufig ungedämmt und undicht; ob er bleibt, gedämmt oder ersetzt wird, entscheidet sich hier
Typische Fehler und Missverständnisse
Was über den Fenstertausch oft angenommen wird.
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Annahme„Das ganze Haus ist eine Woche lang offen.“
TatsächlichEs wird raumweise gearbeitet. Eine Öffnung ist nur während des Wechsels offen, nicht über Nacht und nicht mehrere Tage.
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Annahme„Nach dem Einbau ist alles sofort fertig.“
TatsächlichDer Einbau ist fertig, der Innenanschluss braucht je nach Ausführung noch Zeit zum Trocknen. Erst danach wird gestrichen oder tapeziert.
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Annahme„Neue Fenster lösen ein Schimmelproblem.“
TatsächlichSie verschieben es eher. Dichtere Fenster bedeuten weniger unkontrollierten Luftwechsel. Ohne angepasstes Lüften fällt die Feuchte danach an der nächstkälteren Stelle an, meist in einer Raumecke.
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Annahme„Man kann während der Arbeiten normal im Raum bleiben.“
TatsächlichWährend des Ausbaus nicht. Danach schon. Wir sagen vorher, welcher Raum wann dran ist, damit Sie sich darauf einstellen können.
Häufige Fragen
Zum Ablauf im bewohnten Haus.
Wie viel Staub entsteht wirklich?
Mehr als bei einer Renovierung, weniger als bei einem Abbruch.
Der Staub entsteht fast vollständig beim Ausbau, wenn Putzkanten und alte Befestigungen gelöst werden. Wir decken ab und räumen auf. Feiner Staub verteilt sich trotzdem, deshalb der Hinweis zu empfindlichen Gegenständen.
Kann ich einzelne Räume nacheinander machen lassen?
Ja, das ist ausdrücklich möglich.
Bei größeren Vorhaben ist eine Aufteilung in Abschnitte oft sinnvoll, etwa nach Geschoss oder nach Himmelsrichtung. Das verlängert den Gesamtzeitraum, macht den Alltag aber deutlich einfacher. Sagen Sie es beim Aufmaß, dann planen wir so.
Was ist im Winter?
Ein Tausch im Winter ist möglich, verlangt aber mehr Rücksicht.
Die Öffnung bleibt nur kurz offen, der Raum kühlt trotzdem aus. Kritischer sind Materialien, die bei niedrigen Temperaturen nicht mehr sicher verarbeitbar sind. Was geht und was besser wartet, sagen wir vor der Terminplanung.
Grundlage und Grenzen
Worauf dieser Artikel beruht.
- Grundlageallgemein anerkannte bauphysikalische und handwerkliche Zusammenhänge, herstellerneutral formuliert
- Nicht enthaltensystemspezifische Kennwerte, Prüfklassen, Preise, Fristen und Lieferzeiten; solche Angaben stehen im Datenblatt des jeweiligen Systems
- Externe Quellenfür diesen Artikel nicht herangezogen; er nennt bewusst keine Zahlen, die ohne Beleg im Einzelfall falsch wären
Sagen Sie uns, wie Ihr Haus bewohnt ist.
Wie viele Räume, welche Reihenfolge, welche Rücksicht nötig ist: Das planen wir mit, wenn wir es vorher wissen.